Posted On November 1, 2025

Red Bulls Geheimverträge in Brandenburg

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„Bei Red Bull liegt Nachhaltigkeit in unserer DNA“ – so schreibt der Energy-Drink-Hersteller über seinen Produktionsprozess. Unterdessen protestieren Bürger in Baruth/Mark mit der Petition „Unser Wasser gehört uns – Stoppt Red Bull in Brandenburg!“ gegen das Unternehmen – weil ihnen die Umwelt und das Grundwasser am Herzen liegen.

Im Jahr 2023 übernahmen die Getränkehersteller Red Bull und Rauch das Unternehmen Brandenburger Urstromquelle in Baruth/Mark. Dabei sicherten sie sich auch eine Wasserentnahmegenehmigung für 25 Jahre beim zuständigen Wasserversorgungsunternehmen WABAU. Doch die jetzige Produktionsanlage reicht den Getränkeherstellern nicht aus: Red Bull will Aluminiumdosen nicht nur abfüllen, sondern auch von einem dritten Unternehmen vor Ort produzieren lassen. Für eine neue Dosenfabrik sollen 16 Hektar Kiefernwald gerodet werden – teilweise im Wasserschutzgebiet. Hinzu kommt der Bau einer Kläranlage, einer weiteren Abfüllanlage und eines Logistikzentrums. Umweltverbände wie der BUND kamen zu dem Schluss: Dadurch werde der Wasserbedarf der Konzerne steigen.

92 Prozent Grundwasser für die Konzerne

Weil Wasser in Baruth/Mark immer knapper wird, engagieren sich Anwohner: Die Stadt bzw. der zuständige Wasserversorger WABAU hat eine Wassergewinnungsgenehmigung für rund 2,55 Millionen Kubikmeter Grundwasser – 92 Prozent davon hat die Stadt an die Konzerne verkauft, nur acht Prozent verbleiben für die Bevölkerung. Und schon jetzt gehört Brandenburg zu den trockensten Bundesländern – laut BUND kommt es in 15 von 18 Regionen zu Grundwasserstress. Dadurch wird mehr Grundwasser entnommen als nachgebildet werden kann. Betroffen ist auch der Landkreis Teltow-Fläming, in dem Baruth/Mark liegt.

Dass Wasser knapper wird, ist in der Region bereits spürbar. In einer Siedlung in der Nähe des Industriegebiets seien die Brunnen immer häufiger leer und müssten tiefer gebohrt werden, berichtet einer der Betroffenen. Wie die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung bei einer Ausweitung des Industriegebiets gesichert werden soll, bleibt unklar. Der Leiter des städtischen Wasserversorgungsunternehmens teilte den Medien lediglich mit, dass es „genug Wasser für alle für die nächsten 100 Jahre“ gäbe. Was genau das bedeutet, bleibt jedoch unklar.

Vor diesem Hintergrund stellt sich zu Recht die Frage, zu welchen Konditionen Red Bull und Rauch die ursprüngliche Antriebsquelle übernommen haben. Hierfür besteht ein Vertrag zwischen der Stadt und den Unternehmen. Aber was steht da? In einer Region, in der es seit langem zu Grundwasserstress kommt, ist diese Frage von entscheidender Bedeutung.

Keine Transparenz trotz weitreichender Konsequenzen

Weil die Menschen in der Region wissen wollen, wie die Zukunft von Baruth/Mark aussieht, kämpfen sie für mehr Transparenz beim Ausbau des Industriestandorts. Bereits im Juli 2023 stellte ein Betroffener einen IFG-Antrag bei der Stadt Baruth/Mark. Sie möchte wissen, was die Stadt mit Red Bull und Rauch bezüglich der Fabrikerweiterung ausgehandelt hat, wie viel Wasser die Hersteller entnehmen dürfen bzw. wie viel sie dafür bezahlen – und wie der Zugang der Bevölkerung zum Grundwasser ist.

Doch es kam eine Absage: „Die Anträge sind unbegründet. Es besteht kein Anspruch auf die angeforderten Informationen.“ Der Grund: „Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse“.

Wasser darf kein Geschäftsgeheimnis sein

Wenn Red Bull und Rauch in einer wasserarmen Region mehr als 90 Prozent des Grundwassers erschließen dürfen, dann liegen ihre Wasserverbrauchspläne im öffentlichen Interesse. Die Anwohner in Baruth/Mark fordern daher Klarheit darüber, unter welchen Bedingungen Red Bull und Rauch auf das Grundwasser zugreifen. Im Juli reichten wir gemeinsam mit einem Betroffenen aus der Region Klage gegen die Stadt Baruth/Mark ein.

Der Grund: Die Verträge zwischen der Stadt und Red Bull und Rauch betreffen die Wasserversorgung und dürfen nicht hinter Konzerninteressen versteckt werden. Selbst wenn diese vorliegen würden, überwiege das Recht auf Zugang zu Umweltinformationen das angebliche Argument der „Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse“. Gemeinsam mit der Klägerin fordern wir daher Einsicht in die Verträge, Auskunft über die vereinbarte Fördermenge an Grundwasser sowie die Korrespondenz rund um die Übernahme der Brandenburgischen Urstromquelle durch Red Bull und Rauch.

→ Zur Klage
→ Für Anfragen bei FragDenStaat



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